Alpenviper Aspis- oder Juraviper Europ. Hornotter McMahon Viper Tunesien-Hornotter

Laurenti, 1768

 1.2. Hornviper (Tunesien)   

Familie: Viperidae (Vipern)

Gattung: Cerastes (Hornvipern)

Art: Cerastes cerastes, 2 Arten, 4 Unterarten

Unterart: gasperettii, karlhartli, mutila

Verbreitung: Nord-Afrika, Sinai-Halbinsel, Israel, Arabien.

Beschreibung: Die Körperfärbung der Hornviper ist hellgelb bis rostbraun. Weiterhin hat sie große viereckige braune und graue Flecken als Zeichnung. Ihre Rückenflecken sind dabei um einiges größer und auch deutlicher gefärbt als die auf ihren Körperseiten. Die Bauchseite der Tiere ist weiß. Die Körperform der Tiere ist recht gedrungen, die Mitte des Körpers weist 26 - 36 gekielte Schuppen auf, der Schwanz ist recht kurz. Der Kopf des Tieres ist breit und dreieckig, setzt sich stark von ihrem Hals ab und hat an der Oberseite viele kleine Schuppen. Über jedem Auge hat sie ein spitzes Schuppenhörnchen, die Augen haben senkrecht geschlitzte Pupillen. Die Tiere können eine maximale Länge von 60 cm erreichen.

Lebensraum: Sie leben in Sand-, Stein- und Lehmwüsten. 

Lebensweise Haltung und Zucht: Die im Sommer in der Regel nachtaktiven Tiere legen große bis zu mehreren Kilometern lange Wanderungen hinter sich. Mit ihrem kantig ausgebildeten Schuppen können sie sich schnell in den Wüstensand eingraben. Hierbei spreizen sie ihre Rippen und winden sich schnell hin- und her. Sind die Tiere aufgeregt führen sie lebhafte, schlängelnde Bewegungen aus, wodurch sie eine gut sichtbare Kriechspur hinterlassen. Während sie diese schlängelnden Bewegungen machen reiben die seitlichen Körperschuppen aneinander was dann leises, knisterndes Geräusch erzeugt.
Die Hornviper lebt sich im Terrarium relativ schnell ein und ist an ihrer Umgebung sehr interessiert. Man sollte deshalb sehr vorsichtig sein, denn die Tiere sind stets bereit, ihren Futterplatz durch einen Biss zu verteidigen. Um erfolgreiche Nachzuchten zu bekommen, sollten die Tiere eine Winterruhe bei ausreichend kühler und trockener Umgebung einhalten.

Terrarium: Der Behälter kann mit einer hohen Sandschicht ausgestattet werden. Ein Trinkgefäß muss vorhanden sein und ständig mit frischem Wasser angefüllt werden. Auch benötigen sie eine Versteckmöglichkeit und eine milde Bodenheizung. Wenn die Tiere Vormittagssonne und helles Tageslicht erhalten, kann man auf die 10 - 12 stündige Beleuchtung verzichten. Die Tagestemperaturen sollten bei 26 - 34° C liegen und in der Nacht nicht tiefer als auf 18° C absinken.
Als Behälter für Cerastes cerastes empfehle ich ein Wüsten, Halbwüsten Terrarium mit einer Grösse: 100 x 60 x 35 cm, Licht: Neonröhre mit Spotlicht 40 W.

Die Hornviper lebt sich im Terrarium relativ schnell ein und ist an ihrer Umgebung sehr interessiert. Winterruhe von min. 8 Wochen bei Temperaturen von 12 - 15 ° C.

Ernährung: In der Natur fressen sie Echsen, Vögel und Nagetiere. Es werden aber auch Mäuse und Insekten gefressen.

Fortpflanzung: Geschlechtsreife 3 - 4 Jahren, Typ: eierlegend 20 - 25, 55 Tage bis zur Eiablage bei 28 ° C, Substrat: Vermiculite, nach ca. 8 Wochen schlüpfen die ersten Jungtiere. Jungschlangen sollten einzeln aufgezogen werden.

Winterruhe: Überwinterung bei Temperaturen von 12 - 15 ° C.

Gift: Hämatoxin Giftigkeitsgrad: sehr Stark

Synonyme:

Cerastes cerastes cerastes  Coluber cerastes LINNAEUS 1758:217  Cerastes cornutus BOULENGER 1896  Cerastes cerastes - HAAS 1957  Cerastes cerastes cerastes - WELCH 1994: 43 Egypt, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, Mauritania, Mali, Niger,  Israel, Sudan   hoofieni: SW corner of Arabian Peninsula (endemic).

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Stand: 19.04.2009