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| Protobothrops flavoviridis bei der Giftentnahme |
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Notfall
Bei Vergiftungsverdacht sollten Sie einen Arzt oder ein Tox-Zentrum anrufen. Versuchen Sie, die folgenden Informationen zu
liefern, die für eine individuelle Risikobeurteilung und Behandlung wichtig sind:
Wer: Alter, Gewicht, Geschlecht der betreffenden Person, Telefonnummer für Rückruf
Was: Alles was Sie über das beteiligte Mittel sagen können
Wieviel: Versuchen Sie, die maximal mögliche aufgenommene Menge abzuschätzen
Wann: Versuchen Sie, die seit dem Vorfall verstrichene Zeit abzuschätzen
Was noch: Erste beobachtete Symptome? Erste getroffene Massnahmen?
Erste Hilfe nach einem Schlangenbiss
Keinesfalls sollten Sie die in Spielfilmen oft dargestellten Erste-Hilfe Praktiken nachvollziehen. Ein medizinischer Laie sollte die Bisswunde nicht mit dem Mund aussaugen oder ausschneiden. Diese Praktiken ziehen meist mehr Schaden als Nutzen nach sich.
1. Opfer beruhigen:
Als Erstes sollten Sie das Opfer beruhigen. Bei den
meisten Schlangen handelt es sich um ungiftige Arten, die allerdings auch
beißen. Aber selbst Giftschlangen injizieren bei einer Verteidigung nicht
unbedingt Gift. Heutzutage sind Schlangenbisse bei Behandlung nur noch sehr
selten tödlich. Angst und Panikzustände tragen unnötig zur schnelleren
Verteilung des Giftes bei, und können sogar zu Schockzuständen führen.
2. Bisswunde versorgen
Die Wunde sollte etwas gereinigt und zur Vermeidung von
Infektionen abgedeckt werden. Keinesfalls versuchen das Gift aus der Wunde
drücken. Sollte sich die Bissstelle an der Hand befinden, müssen Ringe und Uhren
abgenommen werden, da mit eine starken Schwellung zu rechnen ist.
3. Opfer ruhig stellen
Um die Verteilung des Giftes zu verlangsamen, sollte die
Bissstelle ruhig gestellt werden. Zum Beispiel durch eine Schienung, wie bei
einem Bruch. Druckstellen müssen dabei unbedingt vermieden werden. Sollte dies
nicht möglich sein, ist das Opfer zu veranlassen jede Bewegung dieses Bereiches
möglichst einzustellen.
4. Evtl. Blutzirkulation
verringern
Nur dann anwenden, wenn nicht innerhalb von 30 Minuten,
nach dem Biss einer extrem giftigen Schlangenart, wie Kobra, Siamesische
Kettenviper, Korallenschlangen, Kraits, Seeschlange, eine ärztliche Versorgung
gewährleistet werden kann:
Im oben angeführten Ausnahmefall kann ein Verringern der Blutzirkulation, des betroffenen Körperteils, notwendig sein. Hierbei ist jede Person, die schon einmal einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolviert hat im Vorteil. Mit einer Elastikbinde, oder breiten Tüchern, sollten Sie einen Verband anlegen, der die Blutzirkulation verringert. Auf keinen Fall darf der Blutkreislauf wirklich abgebunden werden. Sollte der Arm bzw. das Bein blau anlaufen wäre der Druck viel zu stark, und müsste etwas gelockert werden. Dies ist wichtig, da die Bandage vor dem Erreichen der Klinik nicht wieder gelockert werden darf, da sonst eine größere Giftmenge angeschwemmt würde.
Dies wirklich nur in der angegebener Notsituation anwenden, da die Nachteile gravierend sind:
5. Opfer transportieren
Das Opfer sollte liegend und möglichst schnell in ein
Krankenhaus transportiert werden. Da nicht alle Krankenhäuser Schlangenserum
bevorraten, ist es ratsam dies evtl. vorab abzuklären. Jedes Laufen des Opfers
würde zu einer unnötigen Steigerung der Blutzirkulation führen, welches dann
wiederum eine schnellere Verteilung des Giftes zur Folge hätte.
6. Opfer beobachten
Während des Transportes sollten Sie das Opfer ständig
beobachten. Der Biss verursacht oft starke Schmerzen. Bei Arten die Nervengift
verwenden, kann durch die betäubende Wirkung der Biss allerdings auch nahezu
schmerzfrei sein. Je nach Gift ist mit Schwellungen, Erbrechen, Herzrasen und
Kopfschmerzen, Bluterbrechen, hängende Augen-Lidern sowie lokaler
Gewebezersetzung zu rechnen. Bei Schmerzen auf keinen Fall Aspirin verabreichen,
da dies das Blut verflüssigt und Blutgiften diese in ihrer Wirkung dadurch noch
begünstigt.
7. Im Krankenhaus
Für den behandelnden Arzt, ist es für die Wahl des
richtigen Serums wichtig, die Art der Schlange zu kennen. Daher wäre es gut,
wenn Sie sich Größe, Kopfform, Farbe und Musterung der Schlange möglichst genau
einprägen würden, oder die erschlagene tote Schlange vorlegen könnten. Wie bei
jeder Verletzung mit Tieren, sollten Sie zudem klären ob der Tetanusschutz noch
wirksam ist.
Erste Hilfe bei spuckender Kobra
Einige Kobra Arten verspritzen ihr Gift, bis zu einer Entfernung von 3 Metern, recht zielgenau in die Augen des vermeintlichen Angreifers. Damit keine Schäden zurückbleiben sollten Sie die Augen sofort mit viel Wasser ausspülen. Diese Kobras spucken ihr Gift nicht nur, sondern beißen natürlich auch noch mit der Giftigkeit aller anderen Kobras.
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Biss einer Bitis
arietans. Gut zu erkennen
sind hier die Entstehung der Ödeme und
der Nekrosen sowie das Anschwellen des Handrückens/Unterarmes. |
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VENOM-EX Präzisions Instrumenten-Set für die Erste-Hilfe-Behandlung von Gifttier-Verletzungen. Venom Ex ist ein Erste-Hilfe-Instrumentarium, das unverzichtbar in die Ausrüstung von Gifttierhaltern, Tropenärzten, Feldzoologen, Abenteurern, Reiseleitern und Krankenhäusern gehört. Preis Sfr. 450.00 (€ 280.00) exkl. Versand.
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Schlangenbiss-Set
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Allgemeine Fragen?
Schlangengifte bestehen fast ausschließlich aus Komponenten die man in zwei großen Gruppen unterteilt. Man spricht hier von Neurotoxine und Hämatoxine. Grundsätzlich ist zu sagen, das bei einem Biss einer Schlange, grundsätzlich der Arzt aufzusuchen ist. Es spielt dabei keine Rolle ob das Tier giftig ist oder nicht. Selbst bei einem ungiftigen Tier kann es zu bösartigen Infektionen durch Bakterien kommen.
Welche Schlange ist die Giftigste?
Diese Frage kann man eigentlich nicht mit ein bis zwei Sätzen beantworten. Die Fachleute streiten sich immer noch darüber. Es spielen dabei folgende Faktoren eine entscheidende Rolle:
Neurotoxine Schlangengifte!
Im Rohzustand sind alle Schlangengifte eine trübe, klare bis gelbstichige
Substanz. Neurotoxine Schlangengifte sind klar bis transparent. Diese Gifte
bestehen hauptsächlich aus Eiweißstoffen wie: Albuminen & Clobulinen, aber
auch aus Nucleoside. Neurotoxine Schlangengifte wirken hauptsächlich auf das
zentrale Nervensystem des Opfers. Es lähmt den Teil des Gehirnes, welcher für
die Auferhaltung der Lebensfunktion notwendig ist. Im Normalfall erstickt das
Opfer aus Grund von Lungenversagen. Die Lunge erhält keinen Befehl zum
arbeiten, und stellt Ihre Tätigkeit ein.
Hämatoxine Schlangengifte!
Im Rohzustand sind alle Schlangengifte eine trübe, klare bis gelbstichige
Substanz. Hämatoxine Gifte kommen meist bei Grubenottern und Vipern vor.
Allerdings können Sie bei einigen Arten auch als Mischung mit Neurotoxinen
Elementen auftreten.
Hämatoxine sind meist von gelber bis orange Farbe, und von klebriger Substanz.
Die Wirkung ist je nach Art und Menge des Giftes, sehr verschieden. Im Gegensatz
zu den Neurotoxine verursachten Hämatoxine extrem starke Ödeme, Schwellungen
an der Bissstelle, welcher dann mit extremen Schmerzen verbunden ist. Der
Schmerz ist so gewaltig, das nach Aussagen von betroffenen Personen eine
Verbrennung 3.Grades dagegen ertragbar ist.
Im Laufe der Zeit versagen dann verschiedene Körperfunktionen sowie starke
Blutungen aus Mund/Nase/Harn, Erbrechen und starker Durchfall. Der Blutdruck fällt
bis zur Bewusstlosigkeit ab. Bei einem Biss einer Viper kann eine sofortige
Amputation des Gliedes notwendig sein um zu überleben. Die hängt immer von der
Infrastruktur des geweiligen Ortes ab, in dem der Unfall passiert ist.
Hier noch einige Hersteller von Schlangenseren
(Angaben ohne Gewähr)|
Beringwerke AG 35500 Marburg/Lahn 1 Postfach 167 |
Schweizer Serum-& Impfinstitut (Berna) CH-3000 Bern/Schweiz |
Instituto Butantan (Butantan) Caixa Postal 65 Sao Paulo/Brasilien |
Instituto Pinheiros Productos Therapeuticos Caixa Postal 65 Sao Paulo/Brasilien |
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Instituto Nacional de Saluf Calle 57, Numero 8-35 Bogota, D. E./Kolumbien |
Commonwealth Serum Laboratories (CSL) 45 Poplar Road, Parkville N. 2 Victoria (Australien) |
Fitzsimmons Snake Laboratory Durban/Südafrika |
The South African Institute for Medical Research (SAIMR) Hospitalstraat, R.O. Box 1038 JJohannesburg/Südafrika |
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Haffkin Institute, Parel Bombay 12/Indien |
Central Research Institute Kasauli/Indien |
Laboratorios "MYN" S.A. AV. Coyoacan 1707 Mexico 12, D.F./Mexiko |
Instituto Nacional de Higiene Cxda. m. Excobedo No. 20 Mexico 13, D.F./Mexiko |
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Institut Pasteur 25, Rue du Docteur Roux Paris XV/Frankreich |
Institut d'Etat de Serums et de Vaccins Razi B.P. 656 Teheran/Iran |
Instituto Sieroterapico et Vaccinogeno Toscana Sclavo + S.p.A. Siena/Italien |
SEVAC - Serum- und Impfstoff-Institut Vinohrady Praha 10/CSSR |
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Serotherapeutisches institut (STIW-Sero) Triesterstrasse 50 A-1100 Wien/Österreich |
The Thai Red Cross (QSMI) Queen Saovabha Memorial Institute Bangkok/Thailand |
Taiwan Serum Vaccine Laboratory Nan-Kans Taipeh/Taiwan |
Wyeth Laboratories Inc. Marietta, Pa./U.S.A.. |
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Imunoloski Zavod Zagreb/Jugoslawien |
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Stand: 15.05.2010