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Protobothrops flavoviridis bei der Giftentnahme

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Schweizerisches Toxikologisches
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Serum Depot Schweiz im Kantonsspital Münsterlingen
Notaufnahme
Dr. Rainer Andenmatten
CH – 8596 Münsterlingen
0041 (0)71 6861111
rainer.andenmatten@stgag.ch

Hospital Cantonal Universitaires de Genève
Pharmacie des HUG
Rue Micheli-du Crest 24
CH – 1211 Genevé 14
Dienstapotheker – Notruf 0041 (0)223 723311
Dr. Dommeyer 0041 (0)223 823968
Fax 0041 (0)223 823988
Arabella.Dommeyer@hcuge.cg
Internet: www.hcuge.ch/Pharmacie
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Notfall

Bei Vergiftungsverdacht sollten Sie einen Arzt oder ein Tox-Zentrum anrufen. Versuchen Sie, die folgenden Informationen zu

liefern, die für eine individuelle Risikobeurteilung und Behandlung wichtig sind:

 

Wer:                      Alter, Gewicht, Geschlecht der betreffenden Person, Telefonnummer für Rückruf

Was:                     Alles was Sie über das beteiligte Mittel sagen können

Wieviel:                Versuchen Sie, die maximal mögliche aufgenommene Menge abzuschätzen

Wann:                   Versuchen Sie, die seit dem Vorfall verstrichene Zeit abzuschätzen

Was noch:            Erste beobachtete Symptome? Erste getroffene Massnahmen?


Erste Hilfe nach einem Schlangenbiss

Keinesfalls sollten Sie die in Spielfilmen oft dargestellten Erste-Hilfe Praktiken nachvollziehen. Ein medizinischer Laie sollte die Bisswunde nicht mit dem Mund aussaugen oder ausschneiden. Diese Praktiken ziehen meist mehr Schaden als Nutzen nach sich.

1. Opfer beruhigen:
Als Erstes sollten Sie das Opfer beruhigen. Bei den meisten Schlangen handelt es sich um ungiftige Arten, die allerdings auch beißen. Aber selbst Giftschlangen injizieren bei einer Verteidigung nicht unbedingt Gift. Heutzutage sind Schlangenbisse bei Behandlung nur noch sehr selten tödlich. Angst und Panikzustände tragen unnötig zur schnelleren Verteilung des Giftes bei, und können sogar zu Schockzuständen führen.

2. Bisswunde versorgen
Die Wunde sollte etwas gereinigt und zur Vermeidung von Infektionen abgedeckt werden. Keinesfalls versuchen das Gift aus der Wunde drücken. Sollte sich die Bissstelle an der Hand befinden, müssen Ringe und Uhren abgenommen werden, da mit eine starken Schwellung zu rechnen ist.

3. Opfer ruhig stellen
Um die Verteilung des Giftes zu verlangsamen, sollte die Bissstelle ruhig gestellt werden. Zum Beispiel durch eine Schienung, wie bei einem Bruch. Druckstellen müssen dabei unbedingt vermieden werden. Sollte dies nicht möglich sein, ist das Opfer zu veranlassen jede Bewegung dieses Bereiches möglichst einzustellen.

4. Evtl. Blutzirkulation verringern
Nur dann anwenden, wenn nicht innerhalb von 30 Minuten, nach dem Biss einer extrem giftigen Schlangenart, wie Kobra, Siamesische Kettenviper, Korallenschlangen, Kraits, Seeschlange, eine ärztliche Versorgung gewährleistet werden kann:

Im oben angeführten Ausnahmefall kann ein Verringern der Blutzirkulation, des betroffenen Körperteils, notwendig sein. Hierbei ist jede Person, die schon einmal einen Erste-Hilfe-Lehrgang absolviert hat im Vorteil. Mit einer Elastikbinde, oder breiten Tüchern, sollten Sie einen Verband anlegen, der die Blutzirkulation verringert. Auf keinen Fall darf der Blutkreislauf wirklich abgebunden werden. Sollte der Arm bzw. das Bein blau anlaufen wäre der Druck viel zu stark, und müsste etwas gelockert werden. Dies ist wichtig, da die Bandage vor dem Erreichen der Klinik nicht wieder gelockert werden darf, da sonst eine größere Giftmenge angeschwemmt würde.

Dies wirklich nur in der angegebener Notsituation anwenden, da die Nachteile gravierend sind:

  • Bei gewebezersetzenden Giften wird die Auswirkung im Bereich der Bissstelle stark vergrößern.
  • Bei zu fester Bandage starke Schäden an der Extremität bis zur notwendig werdenden Amputation.
  • Beim Lösen der Bandage plötzliches starkes Anschwemmen des Giftes.

    5. Opfer transportieren
    Das Opfer sollte liegend und möglichst schnell in ein Krankenhaus transportiert werden. Da nicht alle Krankenhäuser Schlangenserum bevorraten, ist es ratsam dies evtl. vorab abzuklären. Jedes Laufen des Opfers würde zu einer unnötigen Steigerung der Blutzirkulation führen, welches dann wiederum eine schnellere Verteilung des Giftes zur Folge hätte.

    6. Opfer beobachten
    Während des Transportes sollten Sie das Opfer ständig beobachten. Der Biss verursacht oft starke Schmerzen. Bei Arten die Nervengift verwenden, kann durch die betäubende Wirkung der Biss allerdings auch nahezu schmerzfrei sein. Je nach Gift ist mit Schwellungen, Erbrechen, Herzrasen und Kopfschmerzen, Bluterbrechen, hängende Augen-Lidern sowie lokaler Gewebezersetzung zu rechnen. Bei Schmerzen auf keinen Fall Aspirin verabreichen, da dies das Blut verflüssigt und Blutgiften diese in ihrer Wirkung dadurch noch begünstigt.

    7. Im Krankenhaus
    Für den behandelnden Arzt, ist es für die Wahl des richtigen Serums wichtig, die Art der Schlange zu kennen. Daher wäre es gut, wenn Sie sich Größe, Kopfform, Farbe und Musterung der Schlange möglichst genau einprägen würden, oder die erschlagene tote Schlange vorlegen könnten. Wie bei jeder Verletzung mit Tieren, sollten Sie zudem klären ob der Tetanusschutz noch wirksam ist.

    Erste Hilfe bei spuckender Kobra

    Einige Kobra Arten verspritzen ihr Gift, bis zu einer Entfernung von 3 Metern, recht zielgenau in die Augen des vermeintlichen Angreifers. Damit keine Schäden zurückbleiben sollten Sie die Augen sofort mit viel Wasser ausspülen. Diese Kobras spucken ihr Gift nicht nur, sondern beißen natürlich auch noch mit der Giftigkeit aller anderen Kobras.

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    Biss einer Bitis arietans. Gut zu erkennen sind hier die Entstehung der Ödeme und der Nekrosen sowie das Anschwellen des
    Handrückens/Unterarmes.

     

     

     

    "Den Venom-Ex kann man wieder kaufen: Tel.Nr.: +41 79 374 82 37"

    VENOM-EX

    VENOM-EX Präzisions Instrumenten-Set für die Erste-Hilfe-Behandlung von Gifttier-Verletzungen. Venom Ex ist ein Erste-Hilfe-Instrumentarium, das unverzichtbar in die Ausrüstung von Gifttierhaltern, Tropenärzten, Feldzoologen, Abenteurern, Reiseleitern und Krankenhäusern gehört. Preis Sfr. 450.00 (€ 280.00) exkl. Versand.


     

    Schlangenbiss-Set
    Mit Saugpumpe und auswechselbaren Aufsätzen, Kleinskalpell, Mullbinde, Abbinder, Desinfektionsmittel, sterilen Kompressen und Heftpflaster. Maße: 10 x 8 x 3 cm. Gewicht: 120 g.

     


    Allgemeine Fragen?

    Schlangengifte bestehen fast ausschließlich aus Komponenten die man in zwei großen Gruppen unterteilt. Man spricht hier von Neurotoxine und Hämatoxine. Grundsätzlich ist zu sagen, das bei einem Biss einer Schlange, grundsätzlich der Arzt aufzusuchen ist. Es spielt dabei keine Rolle ob das Tier giftig ist oder nicht. Selbst bei einem ungiftigen Tier kann es zu bösartigen Infektionen durch Bakterien kommen. 

    Welche Schlange ist die Giftigste?

    Diese Frage kann man eigentlich nicht mit ein bis zwei Sätzen beantworten. Die Fachleute streiten sich immer noch darüber. Es spielen dabei folgende Faktoren eine entscheidende Rolle:

    Neurotoxine Schlangengifte!

    Im Rohzustand sind alle Schlangengifte eine trübe, klare bis gelbstichige Substanz. Neurotoxine Schlangengifte sind klar bis transparent. Diese Gifte bestehen hauptsächlich aus Eiweißstoffen wie: Albuminen & Clobulinen, aber auch aus Nucleoside. Neurotoxine Schlangengifte wirken hauptsächlich auf das zentrale Nervensystem des Opfers. Es lähmt den Teil des Gehirnes, welcher für die Auferhaltung der Lebensfunktion notwendig ist. Im Normalfall erstickt das Opfer aus Grund von Lungenversagen. Die Lunge erhält keinen Befehl zum arbeiten, und stellt Ihre Tätigkeit ein. 

    Hämatoxine Schlangengifte!

    Im Rohzustand sind alle Schlangengifte eine trübe, klare bis gelbstichige Substanz. Hämatoxine Gifte kommen meist bei Grubenottern und Vipern vor. Allerdings können Sie bei einigen Arten auch als Mischung mit Neurotoxinen Elementen auftreten.
    Hämatoxine sind meist von gelber bis orange Farbe, und von klebriger Substanz. Die Wirkung ist je nach Art und Menge des Giftes, sehr verschieden. Im Gegensatz zu den Neurotoxine verursachten Hämatoxine extrem starke Ödeme, Schwellungen an der Bissstelle, welcher dann mit extremen Schmerzen verbunden ist. Der Schmerz ist so gewaltig, das nach Aussagen von betroffenen Personen eine Verbrennung 3.Grades dagegen ertragbar ist.
    Im Laufe der Zeit versagen dann verschiedene Körperfunktionen sowie starke Blutungen aus Mund/Nase/Harn, Erbrechen und starker Durchfall. Der Blutdruck fällt bis zur Bewusstlosigkeit ab. Bei einem Biss einer Viper kann eine sofortige Amputation des Gliedes notwendig sein um zu überleben. Die hängt immer von der Infrastruktur des geweiligen Ortes ab, in dem der Unfall passiert ist.


    Hier noch einige Hersteller von Schlangenseren (Angaben ohne Gewähr)

    Beringwerke AG

    35500 Marburg/Lahn 1

    Postfach 167

    Schweizer Serum-& Impfinstitut (Berna)

    CH-3000 Bern/Schweiz

    Instituto Butantan (Butantan)

    Caixa Postal 65

    Sao Paulo/Brasilien

    Instituto Pinheiros Productos Therapeuticos

    Caixa Postal 65

    Sao Paulo/Brasilien

    Instituto Nacional de Saluf

    Calle 57, Numero 8-35

    Bogota, D. E./Kolumbien

    Commonwealth Serum Laboratories (CSL)

    45 Poplar Road, Parkville N. 2

    Victoria (Australien)

    Fitzsimmons Snake Laboratory

    Durban/Südafrika

    The South African Institute for Medical Research (SAIMR)

    Hospitalstraat, R.O. Box 1038

    JJohannesburg/Südafrika

    Haffkin Institute, Parel

    Bombay 12/Indien

    Central Research Institute

    Kasauli/Indien

    Laboratorios "MYN" S.A.

    AV. Coyoacan 1707

    Mexico 12, D.F./Mexiko

    Instituto Nacional de Higiene

    Cxda. m. Excobedo No. 20

    Mexico 13, D.F./Mexiko

    Institut Pasteur

    25, Rue du Docteur Roux

    Paris XV/Frankreich

    Institut d'Etat de Serums et de Vaccins Razi

    B.P. 656

    Teheran/Iran

    Instituto Sieroterapico et Vaccinogeno Toscana

    Sclavo + S.p.A.

    Siena/Italien

    SEVAC - Serum- und Impfstoff-Institut

    Vinohrady

    Praha 10/CSSR

    Serotherapeutisches institut (STIW-Sero)

    Triesterstrasse 50

    A-1100 Wien/Österreich

    The Thai Red Cross (QSMI)

    Queen Saovabha Memorial Institute

    Bangkok/Thailand

    Taiwan Serum Vaccine

    Laboratory Nan-Kans

    Taipeh/Taiwan

    Wyeth Laboratories Inc.

    Marietta, Pa./U.S.A..

    Imunoloski Zavod

    Zagreb/Jugoslawien

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Stand: 15.05.2010